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*Mehr dazu erfahren

Den Begriff Knochenintelligenz hat Benita Cantieni geprägt. „Intelligenz“ stammt vom lateinischen Verb intellegere ab für einsehen, verstehen. Der exakten Ausrichtung von Knochen und Gelenken – der sich alle anderen Körperstrukturen anschließen (siehe Text) – liegt eine angenommene Formbarkeit der Knochen zugrunde. Durch präzises Training folgen die Knochen „intelligent“ den Impulsen der Cantienica®-Methode. Das wird nach außen sichtbar durch eine gesunde Körperhaltung, in der die Lebensenergie frei fließen kann.

Der Beckenboden ist das Fundament der Cantienica®-Methode – und damit die Basis für:

  • den aufrechten Gang und die „Aufspannung“ der Wirbelsäule
  • durch die Ausrichtung
    • des Beckens
    • der Beinachse
    • des Brustkorbs und
    • des Kopfes

Zur Muskulatur des Beckenbodens gehört unter anderem der Musculus levator ani (kurz Levator ani, auf Deutsch Afterhebermuskel). Er bildet die innerste, flächengrößte Beckenbodenmuskelschicht. Weil der Beckenboden unter anderem durch Bindegewebe und Muskeln mit dem Bauch, dem Rücken und den Beinen verbunden ist, bildet er die Grundlage für den aufrechten Gang, das Gleichgewicht und die Stabilität sowie für Vitalität, Energie und Sexualität.

Diese Beckenbodenmuskelschicht wird über die beiden Sitzbeinhöcker aktiviert. Der Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum) ist ein knöcherner Vorsprung am unteren Teil des Sitzbeins (Os ischii), einem Teil des Beckenknochens, den wir beim Sitzen wahrnehmen.

Beim Sitzen, Gehen, Laufen sowie beim Lachen, Husten und Niesen werden durch den Levator ani die Blase und der Enddarm sowie bei Frauen die Gebärmutter in der Beckenschale gehalten. Benita Cantieni bezeichnet den Levator ani deshalb als „Organheber“. Die Cantienica®-Methode vermittelt detailliert, diesen Muskel im Alltag bewusst beim Sitzen, bei jedem Schritt sowie bei jeder Bewegung (wechsel- und gleichseitig) einzusetzen – und dabei seine stabilisierende Wirkung zu erfahren und zu stärken.

Voraussetzung für jede Cantienica®-Übung ist das Aufrichten der Wirbelsäule. Während des Trainings bekommen Sie dafür eine präzise Anleitung zum Stehen, Sitzen und Liegen. Die nachfolgenden Übungsbeispiele zeigen (nur kurzgefasst), wie über bewusste Ausrichtung und innere Bilder Körperwahrnehmung und Haltung nachhaltig verbessert werden können.

Grundposition:
Setzen Sie sich auf einen Hocker. Platzieren Sie Ihr Becken an dessen vorderem Rand, exakt auf den Scheitelpunkten der Sitzbeinhöcker. Die Füße bringen Sie in Ihre individuelle „V“-Position, wobei die Fersen und Knie faustbreit zueinander ausgerichtet sind. Dehnen Sie gedanklich alle Knochen vom Boden weg zum Kronenpunkt. (Der Kronenpunkt ist die Stelle auf dem Kopf, an der die Muskeln des Hinterkopfes, der Stirn und der Ohren zusammenlaufen.)

Vitaltonus der Tiefenmuskulatur:
„Saugen“ Sie beidseits mit dem Großzehengrundgelenk und der Mitte der Ferse „Wolken unter den Füßen ein“. Über die Kraft, die dadurch an den Sitzbeinhöckern entsteht, aktivieren Sie Ihren Beckenboden.

Grundposition:
Positionieren Sie Ihre Füße in leichter „V“-Stellung und bringen Sie den Körperschwerpunkt über die Fersen. Dehnen Sie in Ihrer Vorstellung alle Knochen vom Boden weg in Richtung Kronenpunkt.

Zug-und-Gegenzug-Prinzip:
Richten Sie sich stabil auf, Ihrer Schönheit bewusst. Bringen Sie Ihre Arme in „Pinguin-Position“. Winkeln Sie die Hände an und richten Sie die Fingerspitzen zueinander aus. Schieben Sie wiederholt die Handwurzeln in Richtung Boden, während Sie den Kronenpunkt weiter Richtung Himmel dehnen.

Grundposition:
Winkeln Sie die Beine an und stellen Sie die Füße so auf, dass sie ein „V“ bilden.
Legen Sie die Hände auf Ihre Leisten. Lassen Sie die Sitzbeinhöcker in die Matte sinken und verlängern Sie sie gedanklich in Richtung Fersen. Dehnen Sie den Kronenpunkt gleichzeitig in die Gegenrichtung.

Beckenboden aktivieren:
Bringen Sie die Sitzbeinhöcker im Wechsel und beidseitig zueinander und lösen Sie sie wieder. Dabei spüren Sie die Verbindung des Levator ani mit der Beinmuskulatur und den Fersen.

Nur über eine bewusste Grundaufspannung, vom Beckenboden bis zum Kronenpunkt, können Sie die Halswirbelsäule und den Schädel so ausrichten, dass eine entspannte und wirkungsvolle „Kommunikation“ der Muskeln und Gelenke sowohl des Kopfes und als auch des Gesichts über den Atem und leichte Berührungen möglich wird.

Wenn Sie mehr über die Cantienica®-Methode und das Cantienica®-Faceforming erfahren und sie in meinen Kursen erlernen wollen, kontaktieren Sie mich gern.

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