Bis heute prägt die Sichtweise Hahnemanns auf die Lebenskraft die Homöopathie. Die Störung der Lebenskraft sah Hahnemann als Ursache von Krankheit, von krankhaften Prozessen.
Durch die Homöopathie sollte und soll bis heute die Lebenskraft, das harmonische Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele, gestärkt werden. Die Lebenskraft ist das ordnende Prinzip für das innere Gleichgewicht eines jeden Individuums.
Im § 9 seines Werks „Organon der Heilkunst“ schreibt Hahnemann: „Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autocratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann.“

